Karriere-Vision 2016: Gehalt, Bewerbung, Weiterbildung im Fokus

„Welche Fragen beschäftigen Sie bei Ihrer Karriere am meisten? Worüber möchten Sie hier im Blog zukünftig lesen?“

Das war der Aufhänger unserer kleinen Umfrage, die wir im Frühjahr bei mehr als 600 Kandidaten unserer Karriereberatung durchgeführt haben. Wir freuen uns über die große Resonanz und den wertvollen Input für unser Blog. Der Zuspruch motiviert uns, den Blog in der Zukunft thematisch breiter aufzustellen.

Auf diese Themen konzentrieren wir uns zukünftig:

TagCloud - Themen im Blog

Gehalt

Sie erhalten transparente, umfassende Informationen zu neuen Gehaltsanalysen, Tipps für Gehaltsverhandlungen und wir räumen mit Gehalts-Mythen auf.

Zukunftstrends

Worauf müssen wir uns in Zukunft einstellen? Wie bereiten wir uns auf eine Arbeitswelt geprägt von Industrie 4.0, Digitaler Transformation, Automatisierung, Machine Learning und künstlicher Intelligenz  vor? Aus diesen Fragen resultiert unmittelbar ein weiterer thematischer Schwerpunkt:

Weiterbildung

Wir sind gefordert, ohne Frage. Zeit ist die knappste Resource. Dennoch: Wir müssen am Ball bleiben! Welche Weiterbildungen sind zielführend? Wie bringen wir Lernen und Arbeiten unter einen Hut? Welche Unterstützung erwarten wir vom Arbeitgeber? Wie sichern wir uns diese?

Bewerbung / Auswahlverfahren

Auswahlverfahren als Black-Box – Sie (und wir) erleben es immer wieder: Was passiert in den Personal- und Fachabteilungen? (Wie) Funktionieren standardisierte Online-Bewerbungsformulare? Kann man sich in einem solchen „Schema F“ überhaupt positionieren? Welchen Trends unterliegen Vorstellungsgespräche? Wie geht gute Vorbereitung? Gerade beruflich stark eingebundenen Professionals, die wenige Gespräche führen, fehlen Übung und Routine.

Laufbahn und Karriere

Regelmäßig fragen wir uns, wie wir den nächsten beruflichen Schritt am besten ausrichten. Welche Entwicklungsmöglichkeiten bieten sich? Wie gestaltet man seine Laufbahn aktiv? Was ist eigentlich eine „Karriere“?

Überraschende, manchmal skurrile, gelegentlich nicht nachvollziehbare, aber auch viele aufschlussreiche Anekdoten aus unserem Beratungsalltag, Interviews von Experten sowie Beiträge von Gastautoren mit Spezialwissen liefern neue Blickwinkel und Impulse für berufliche Zufriedenheit.

Und wir setzen auf Sie: Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion und treten Sie mit uns und anderen Interessierten in Kontakt. Wir freuen uns auf Ihre Meinungen und spannende Diskussionen.

Berufstätige Frauen in Deutschland verdienen weniger – Infografik

Eben bin ich auf eine interessante Infografik von Statista aufmerksam geworden, die ich den Lesern von unserem Blog nicht vorenthalten möchte. Zum Gender Pay Gap erscheint übrigens hier im Blog am 12. März ein kleiner Artikel. Bis bald!

Infografik: Berufstätige Frauen in Deutschland | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Karriere-Management ist jedermanns Sache

Gerade lese ich „EGO – Spiel des Lebens“, das neue Buch von Frank Schirrmacher von der FAZ. Ein aufrüttelndes, aber auch ein bisschen anstrengendes Buch, in dem Schirrmacher Parallelen zwischen der Spieltheorie (Das ist ein mathematisch-technologisches Entscheidungssystem aus der modernen Ökonomie) und dem wirklichen Leben zieht und feststellt, wie sich die Ökonomisierung und clevere Spiel- und Winkelzüge in immer mehr Bereiche des privaten Lebens reinpirschen. Die Sozialen Medien kommen auch nicht ungeschoren davon. Als Bettlektüre ist das Buch vielleicht etwas verschwurbelt und schwer verdaulich – der Stoff ist aber interessant und geht eigentlich jeden an.

Vorgestern bin ich in dem Buch über ein Zitat gestolpert, über das ich lange nachdenken musste. Von Andrew Kardagon, BWL-Professor in Berkeley USA, stammt das Zitat: „20 Jahre Erfahrung sind oft nur 1 Jahr Erfahrung, das 20 Mal wiederholt wird.“ Denkt mal drüber nach – da ist was dran.

Warum schreibe ich das auf dem Gehälterblog? Ganz einfach: Wer sich nach einigen Jahren im Beruf nicht mehr weiterentwickelt und einfach die Routine der vergangenen Jahre fortführt und zur Meisterschaft bringt, schafft in der heutigen Zeit vielfach keinen Mehrwert für den Arbeitgeber. Er kommt nicht wirklich voran und warum soll ihm der Arbeitgeber dafür mehr Gehalt bezahlen? Was ist die Argumentationsbasis? Die Zeiten, dass allein für „Seniorität“ mehr bezahlt wird, sind in den meisten Organisationen vorbei.

Und kommen dann noch neue Technologien dazu, Stichwort: Künstliche Intelligenz, Semantische Suche, e-Business, e-Collaboration, Web-Office, Shared Service Centers – dann können Routinejobs ganz schnell gestrichen werden.

Das Fiese daran ist, dass man sich häufig einbildet, mit den Jahren immer besser zu werden. Man bekommt ja i.d.R. auch gutes Feedback von Kollegen und Vorgesetzten. Es kann also nicht schaden, regelmäßig alle 1-2 Jahre kritisch zu prüfen, was denn in der jüngeren Vergangenheit wirklich neu und herausfordernd im Job war. Wer den Eindruck hat, dass hier nichts wesentliches passiert ist, der sollte sich über einen Jobwechsel intensiv Gedanken machen. Dafür muss man gar nicht immer gleich den Arbeitgeber wechseln, denn vielleicht ergeben sich ja auch intern gute Chancen im Rahmen von Job-Rotation etc.

In diesem Sinne freue ich mich auf Euer Feedback.

Jürgen