Welche Skills braucht ein Produktmanager đšâđŠČđ©âđа, wenn KI immer mehr Arbeit ĂŒbernimmt?

Vor einigen Jahren hÀtte ich auf diese Frage spontan geantwortet:
đą MarktverstĂ€ndnis
đą Analytisches Denken
đą Kommunikation
đą Projektmanagement
đą Kundenorientierung
Alles weiterhin wichtig, aber heute wĂŒrde ich einige Punkte anders gewichten. Denn wenn KI Markt- und Wettbewerbsanalysen automatisiert, Informationen aus hunderten Quellen zusammenfĂŒhrt und aus Daten erste Entscheidungsgrundlagen erstellt, verĂ€ndert sich der Wert bestimmter FĂ€higkeiten.
Ich glaube, dass fĂŒnf FĂ€higkeiten immer wichtiger werden:
1ïžâŁ Die richtigen Fragen stellen
Wer LLM-Tools nutzt, weiss, dass KI Antworten liefern kann. Aber sie entscheidet nicht zuverlĂ€ssig, welches Problem ĂŒberhaupt die richtige Frage verdient.
2ïžâŁ Ergebnisse beurteilen
Eine plausible Antwort ist noch lange keine gute Antwort. Produktmanager mĂŒssen Quellen, Daten, Annahmen und Schlussfolgerungen kritisch hinterfragen können. DafĂŒr benötigen sie đ
3ïžâŁ Kunden- und MarktverstĂ€ndnis
Je mehr Analyse automatisiert wird, desto wertvoller wird echtes VerstĂ€ndnis fĂŒr den Kunden. Was steckt hinter der geĂ€uĂerten Anforderung? Welches Problem soll beim Kunden eigentlich gelöst werden? Und wofĂŒr wĂŒrde der Kunde am Ende tatsĂ€chlich bezahlen?
4ïžâŁ Business-VerstĂ€ndnis
Eine KI kann Templates fĂŒllen, aber keinen Business Case vorbereiten. Aber jemand muss entscheiden, ob das Vorhaben zur Strategie passt, welche Risiken akzeptabel sind und wo das Unternehmen seine Ressourcen einsetzen sollte.
5ïžâŁ Orchestrieren statt selbst alles machen
Das könnte eine der spannendsten VerĂ€nderungen werden. Die Produktmanager der Zukunft arbeiten möglicherweise weniger mit einzelnen Tools, sondern mit einem Team aus digitalen Helfern. Als PM gebt Ihr Richtung, Aufgaben und QualitĂ€tsmaĂstĂ€be vor.
Und bleibt am Ende verantwortlich.
Das passt ĂŒbrigens sehr gut zu einem Gedanken, den ich beim aktuellen KI Summit von ProduktManageMentor und andrena objects ag spannend finde:
Der rote Faden ist dort nicht ânoch mehr Promptsâ. Sondern der Schritt vom Assistenten zum Agenten. Also von der KI, die mir hilft, zu einem System, das Teile meiner Arbeit ĂŒbernimmt, wĂ€hrend ich als Produktmanager den Rahmen, die QualitĂ€t und die Entscheidungen im Griff behalte.
FĂŒr mich ist das keine Bedrohung des Berufsbildes. Vielleicht bekommen die PM dadurch endlich wieder mehr Zeit fĂŒr das, was einen richtig guten Produktmanager ausmacht: Kunde verstehen. Markt gestalten. Entscheidungen treffen. Menschen zusammenbringen. Verantwortung ĂŒbernehmen.
Tröstlich, oder?
Wer sich den KI Summit genauer anschauen möchte.
đ 21.â22. Oktober 2026 in MĂŒnchen
Vielleicht sehen wir uns dort?
