Verdienstmöglichkeiten für Junior PR-Leute

Ich habe im eigenen Interesse, weil wir eine Übernahme unseres PR-Volontärs planten mal die Verdienstsituation im Bereich Junior-Referenten PR/Medien recherchiert. Und da hat es mir schon ein bisschen die Socken ausgezogen, denn die Verdienstmöglichkeiten in dem Marktsegment sind gelinde gesagt nicht so doll.

Recherchen auf Seiten wie Gehaltsvergleich, Gehaltscheck und den Community-Foren bei XING ergab immer ein ähnliches Bild. Die Verdienstmöglichkeiten liegen hier – berücksichtigt man, dass überwiegend Leute mit akademischem Abschluss gesucht werden – unterduchschnittlich.

Ich will meeeeehr
"Ich will meeeeehr"

Gehaltsvergleich schreibt zum Beispiel: “Klassischerweise haben PR-Berater und -Manager ein Kommunikations- oder Journalismusstudium absolviert. Heute bestehen aber auch Einstiegsmöglichkeiten als Trainee oder Volontär. [..] Beim Karrierestart als PR-Assistent wird ein Einstiegsgehalt von 25.000 gezahlt. PR-Juniormanager erhalten ein Einkommen von rund 31.500 Euro. Bei einem Seniorberater liegt der Verdienst bei rund 50.000 Euro und mehr.”

Wir haben nachgerechnet: Ein PR-Assistent käme mit 25.000 Euro pro Jahr dann auf ein Nettomonatsgehalt von 1.353 Euro (lt. Gehaltsrechner von nettolohn.de) – nicht so prall.

Eine genaue Analyse der teilweise sehr langen Threads bei Xing & Co. hat ergeben, dass Einsteiger in die PR-Branche ziemlich kurz gehalten werden. Einige Schreiber gaben an, dass sie auch über längeren Zeitraum mit Gehältern um 20.000 Euro konfrontiert sind. Einhellige Meinung ist, dass Agenturen tendenziell weniger bezahlen als Verlage und Unternehmen.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Jürgen vom Gehälterblog

Ein Kommentar

  • Stimmt. Die Gehälter sind auch in der PR schlecht. Problem: Auf der einen Seite drückt die Bewerber-Konkurrenz. Wenn man sich in einem Stellenmarkt tummelt, in dem viele Überzeugungstäter rumschwimmen, dann gibts immer einen der es billiger macht.

    Auf der anderen Seite sind schlechte Gehälter auch eine strategische Maßnahme der Agenturen, die künfitgie Konkurrenten ausbremst. Wer gut verdient, macht sich auch gerne mal selbständig. Samt Fördermöglichkeiten kommt man bei so einem Schritt ein Jahr lang gut aus. Und die Zeit reicht, um Kunden aufzutun.

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