Wahrscheinlich liegt es am Alter…!?

Ich habe keine Datenbankabfrage, keine statistische Erhebung gemacht. Diese Behauptung basiert ausschließlich auf meiner Wahrnehmung, aus vielen Gesprächen, aus langwierigen Jobsuchen: Ab einem bestimmten Alter schiebt man Absagen vor allem auf genau dieses. Aber warum? Wir wissen doch, 40 ist das neue 30, und 70 das neue… . Da wird es doch mit Mitte 50 kein Problem sein, einen neuen Job zu finden, oder?!

Kaum passende Stellen, wenige Einladungen, viele Absagen

Ein Punkt vorab: Ich weiß, (altersbedingte) Diskriminierung ist verboten. Es passiert dennoch – selten nachweisbar, offiziell versteckt hinter anderen, politisch korrekteren Gründen. 
Das Gefühl, in den besten Jahren und noch ein halbes Berufsleben vom Renteneintrittsalter entfernt, plötzlich nur Absagen zu kassieren, setzt unter immensen Druck. Schließlich haben die Wenigsten alles in trockenen Tüchern. Und häufig ist man aus der Übung, was das Sich-Bewerben betrifft – verlief die bisherige Laufbahn doch wie im Bilderbuch.
Recherchiert man geeignete Stellen, ist die Auswahl spärlich. Spätestens nach den ersten erfolglosen Bewerbungen wird im Internet nach Antworten gesucht:
Jobsuche 50+. Die schnellen Treffer der Suchmaschine, flüchtig überflogen, lehren einen das Fürchten.

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Was können Berufseinsteiger eigentlich als Trainee verdienen?

Hallo liebe Leser,

seit Kurzem gibt es auch eine Detailanalyse von Trainee-Gehältern. Hierbei handelt es sich um eine weitere Detailanalyse der alma mater Gehaltsstudie 2010. Man kann sie sich natürlich kostenlos komplett herunterladen aber ich dachte mir, ich schreibe euch eine kleine Zusammenfassung als Überblick!

Laut Studie verdienen Trainees verdienen jährlich zwischen 10.500 € und 60.000 € brutto. Dies sind natürlich nur die Extremwerte, die von den Respondenten angegeben wurden aber immerhin gut 50.000 € voneinander entfernt liegen. Zieht man zu den Extremwerten die Quartilswerte hinzu, wird die Gehaltsspanne ein wenig enger. Das durchschnittliche Trainee-Gehalt wurde in der Studie mit dem Median, über und unter dem jeweils 50 Prozent der Angaben liegen, bestimmt. Dies beträgt 38.000 €, was 1.933 € weniger als das allgemeine Durchschnittsgehalt für Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss, ist. Letzteres wurde bereits im Gesamtbericht 2010 bekannt gegeben.

Die Auswertung nach Regionen, für die die Postleitzahlgebiete genommen wurden zeigt, dass die Postleitzahlgebiete 0, 1 und 2 ( Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und den Großteil von Niedersachsen) keine sind, in denen Trainees ehemalige Kommilitonen beim Gehaltsvergleich ausstechen. Es fällt jedoch auf, dass das südliche Postleitzahlgebiet 8 (Südliches Bayern und ein Teil des angrenzenden Baden-Württembergs) das ausgewertete durchschnittliche Trainee-Gehalt mit 34.982 € am geringsten ausfällt. Und auch das Baden-Württembergische Gebiet 7, rund um Stuttgart, kann im Vergleich nicht mit Spitzengehältern auftrumpfen. Dabei sind es besonders die letzten beiden Regionen, in denen die Gehälter eher überdurchschnittlich hoch sind. Dennoch ist das Gehaltsgefälle bei den Traineegehältern mit 2.249 € eher gering und ich würde diese nicht auf die regionale Lage der Unternehmen zurückführen.

Bei den Gehältern hinsichtlich des Abschlusses liegt tatsächlich der Master mit 36.217 € brutto/Jahr vorn. Fast gleich viel verdienen Absolventen mit Diplom: das durchschnittliche Jahresgehalt liegt hier bei 36.069 €. Trainees mit einem Bachelor-Abschluss können durchschnittlich 35.018 € erwarten.. Die Gehaltsunterschiede zwischen Direkteinstiegs- und Trainee-Position sind für Bewerber mit Master-Studium jedoch am höchsten. So müssen Trainees mit Master mit circa 10 % weniger Gehalt als bei einem Direkteinstieg rechnen. Mit einem Bachelor sind die finanziellen Einbußen geringer und liegen bei 8,68 %.

Laut Studie verdient ein Trainee in größeren Unternehmen mehr als in kleineren. So kann ein Absolvent in Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern mit einem Gehalt von durchschnittlichen 25.683 € rechnen. Stiege er/sie in einem Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl zwischen 10 und 100 ein, läge das Jahresgehalt schon bei knapp 36.000 €. Ein wichtiger Grund für die vergleichsweise hohen Gehälter in großen Unternehmen und Konzernen ist, dass Unternehmen in solchen Größen meist an einen Tarifvertrag gebunden sind.

Eine extrem wichtige Einflussgröße bei Gehältern ist die Branchenzugehörigkeit eines Unternehmens. Klare Führung übernehmen die Versorgungsbranche und die Branche „Bank/Finanz“ (inkl. Versicherungen). Hier werden Trainee-Gehälter gezahlt, die zum größten Teil zwischen 39.000 € und 45.000 € liegen. Nur knapp weniger verdienen Trainees in der Branche „E-Technik“, zu der auch Unternehmen aus den Bereichen Nachrichtentechnik und Feinwerktechnik gezählt wurden, bei Fahrzeugherstellern (inkl. Zulieferer) und in Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche. Auch hier sind Durchschnittsgehälter von 40.000 € üblich. Weit von diesem Einkommen entfernt sind Hochschulabsolventen, die als Trainees in den Branchen „Sonstige Dienstleistungen“, im öffentlichen Dienst oder in der Medien-Branche tätig sind.

Ich hoffe, die Zahlen sind für den einen oder anderen interessant und helfen bei der ersten Gehaltsverhandlung!

Liebe Grüße, schöne Feiertage und einen guten Start in das Jahr 2011!

Sabrina vom Gehälterblog

Gehaltserhöhung? 10 Tipps fürs richtige Vorgehen

Im Karriereguide von Absolventa habe ich ein paar echt gute Tipps für Leute gefunden, die sich eine Gehaltserhöhung erhoffen. Die 10 Tipps habe ich Euch direkt unten unkommentiert zitiert. Weitere Infos könnt Ihr auch bei Absolventa im Karriereguide nachschlagen.

Hier sind die Top-10, damit es auch mit Deiner Gehaltserhöhung klappt.

1. Den richtigen Ansprechpartner wählen: Grundsätzlich solltest Du in Sachen Gehaltserhöhung immer zuerst Deinen direkten Vorgesetzten ansprechen. Auch wenn dieser nicht die letzte Entscheidung darüber trifft, solltest Du ihn ins Vertrauen ziehen. Versuche ihn zu Deinem Verbündeten zu machen, damit er Dich beim Entscheidungsträger in Deinem Wunsch unterstützt.

2. Selbstvermarktung: Für eine erfolgreiche Gehaltserhöhung ist es notwendig, dass Dein Vorgesetzter Dich und Deine Arbeitsleistung gut kennt. Übst Du Dich zu sehr in Bescheidenheit und Zurückhaltung, dann kann das Deine Chancen auf ein höheres Gehalt schmälern. Hier gilt das Motto: Tue Gutes und rede darüber. Informiere Deinen Chef in regelmäßigen Abständen über Deine guten Leistungen. Sei dabei aber nicht zu aufdringlich.

3. Der Zeitpunkt: Einen entscheidenden Einfluss hat auch der Zeitpunkt, den Du für die Gehaltserhöhung wählst. Am besten ist es, z.B. den erfolgreichen Abschluss eines großen Auftrags oder eines Projektes abzuwarten oder die Veröffentlichung positiver Unternehmenszahlen. Ist gerade besonders viel zu tun, warte mit dem Gehaltsgespräch, bis sich die Lage etwas beruhigt hat, und der Chef terminlich etwas Luft hat.

4. Termin vereinbaren: Vereinbare einen festen Gesprächstermin, damit Du Deine Gehaltserhöhung in Ruhe besprechen kannst.

5. Eine angenehmen Gesprächsatmosphäre schaffen: Falle niemals mit der Tür ins Haus und frage direkt nach mehr Gehalt. Beginne das Gespräch mit etwas Smalltalk. Das lockert die Situation auf und hilft Dir, Deine möglicherweise vorhandene Nervosität zu überwinden.

6. Den richtigen Einstieg in die Gehaltsverhandlung finden: Auch hier gilt, nicht direkt eine Gehaltserhöhung ansprechen. Versuche lieber nach Deinen Aufstiegsmöglichkeiten zu fragen oder, ob Du neue Projekte mit mehr Verantwortung betreuen könntest. Vor allem sollte aber Deine eigene Leistungsbilanz Thema des Gesprächs sein. Stelle heraus, mit welchen Maßnahmen Du die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv beeinflusst hast und worin der Wert Deiner Arbeit für die Firma besteht.

7. Die eigenen Leistungen belegen: Im Idealfall kannst Du Deine Leistungen im Gespräch auch mit konkreten Zahlen und Fakten belegen.

8. Bei der Gehaltserhöhung nicht übertreiben: Du sollst zwar Deine eigenen Leistungen in den Vordergrund stellen, aber trotzdem nicht übertreiben und sämtliche unternehmerischen Erfolge auf Dich beziehen. Es gilt, den richtigen Mittelweg zu finden und realistisch zu bleiben. Ansonsten ist es für den Arbeitgeber ein Leichtes, Deine Forderung zurückzuweisen.

9. Angemessen auf Ablehnung reagieren: Dein Chef wird sicherlich versuchen, Deinen Wunsch nach einer Gehaltserhöhung abzuwimmeln oder Dir nur eine kleine Gehaltserhöhung anbieten. Dazu wird er verschieden Ablehnungstaktiken anwenden, z.B. die schlechte wirtschaftliche Lage des Unternehmens herauskehren, auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten, auf die Gehaltsstrukturen im Unternehmen verweisen oder Dir ggfs. Sogar Undankbarkeit vorwerfen. Lass Dich dadurch nicht von Deinem eigentlichen Ziel abbringen. Die Gegenargumente kannst Du mithilfe Deiner eigenen Leistungsbilanz und guter Recherche im Vorfeld relativ leicht entkräften. Bleib aber immer höflich und lass Dich nicht provozieren.

10. Kompromisse schließen: Geh mit drei Gehaltszielen in die Gehaltsverhandlung: einem Maximalziel, einem Mittelwert und einem Minimalziel. Überleg Dir außerdem, welche Zusatzleistungen eine Alternative zu einer reinen Gehaltserhöhung wären, z.B. ein Dienstwagen oder Tankgutscheine. Zusatzleistungen kannst Du in Erwägung ziehen, wenn der Gehaltssprung, den Du Dir vorgestellt hast, etwa nicht möglich ist.

(Tipps gefunden auf www.absolventa.de)

Ergo: Mit einer Gehaltserhöhung klappt es dann am besten, wenn Du einerseits gut vorbereitet und andererseits in der Lage bist, eine Situation zu schaffen, aus der beide Verhandlungspartner als Gewinner hervorgehen. Niemand darf Gefahr laufen, das Gesicht zu verlieren oder als Verlierer aus der Runde zu gehen. Deshalb ist es auch sinnvoll, sich im vorhinein über marktübliche Konditionen zu informieren und sich Flexibilität zu bewahren.

Viel Erfolg
Jürgen vom Gehälterblog

Gehälter Blog: Informationen, Tipps und Trends rund um Karriere, Gehalt, Gehaltsverhandlung und Vergütung

10 Todsünden in der Gehaltsverhandlung

Chef – ich brauch mehr Geld. Irgendwann kommt jeder mal in diese Situation. Aber wie sag ich es meinem Vorgesetzten, wenn er nicht selbst drauf kommt? Hier haben wir für Euch mal 10 Fehler, die ihr in der Gehaltsverhandlung machen könnt aufgeschrieben.

Fehler 1: Schlechte Vorbereitung

Guter Test. Wenn Du vor dem Spiegel übst … Mal ehrlich – würdest Du Dir das Gehalt erhöhen?

Fehler 2: Keine Ziele haben

Was ist Dein Minimalziel? Was wäre topp?

Fehler 3: Überzogene Forderungen

Was ist aktuell überhaupt realistisch machbar? Wo stehen Deine Kollegen? Wie ist das Gehaltsgefüge im Unternehmen?

Fehler 4: Hoffen auf den großen Sprung

Gehe lieber strategisch vor und verhandle lieber in regelmäßigen Abständen – z.B. nach erfolgreichen Projekten oder turnusmäßig alle 1,5 Jahre als auf den ganz großen Wurf zu hoffen.

Fehler 5: Falscher Zeitpunkt

Hat Dein Chef im Moment überhaupt den Kopf für das Thema? Wie steht Deine Firma da?

Fehler 6: Nervös werden

Bleibe cool, wenn Dein Chef kontra gibt. Mit Nr. 7 und Nr. 8 kannst Du Dich wappnen.

Fehler 7: Keine Agenda haben

Plane den Ablauf des Gespräches. Wie leitest Du das Thema ein? Wann bringst Du Deine Erfolge an? Was könntest Du noch alles erreichen? Wann kommst Du zum springenden Punkt? Eine Agenda gibt Dir Sicherheit.

Fehler 8: Schlechte Argumente

Argumente sollten Deinen Chef überzeugen. Dass das Heizöl teurer wird, bringt Deinen Arbeitgeber nicht weiter – das merkt er selbst. Was hat Dein Chef davon, wenn er Dein Gehalt erhöht? Was willst Du zukünftig für Deine Firma erreichen?

Fehler 9: Unflexibel sein

Der Handlungsspielraum Deines Vorgesetzten kann begrenzt sein. Bedenke das und bleibe flexibel. Ein Etappenerfolg kann auch eine Erhöhung in Raten sein oder ein verbindlicher mittelfrister Termin für die nächste Verhandlung.

Fehler 10: Sich aus dem Konzept bringen lassen

Sei gewappnet auf Ablenkungsmanöver. „Was war eigentlich nochmal mit dem Projekt X?“ Hast Du eine Agenda, ein Ziel und gute Argumente, bleibst Du auf Kurs und kommst wieder auf das Thema zurück.

Wenn Du die Punkte beherzigst und das Gespräch gut planst, kann eigentlich wenig schief gehen. Und Du bekommst auch selbst ein besseres Gefühl für Deine Stärken und Deinen Marktwert.

Es grüßt Jürgen vom Gehälterblog