Saturday Night Fever werktags im Büro gefällig?

Saturday Night Fever werktags im Büro gefällig?

Gerade erschien im Manager-Magazin ein Beitrag über eine BCG-Studie, die erläutert, wie man hochqualifizierte Fachkräfte – hier der Generation der Millenials – für vakante Stellen gewinnt. Juhu, dachte ich mir, endlich mal wieder neue Erkenntnisse über die berühmte Generation Y 😉

Kickerspaß im Büro – Bildquelle: Finanzcheck.de

Vier unterschiedliche Bewerber-Bedürfnisse werden charakterisiert: Eine recht große Gruppe, immerhin ca. 30% streben nach Ansehen und Status. Fast genauso viele legen Wert auf den Sinn im Beruf. Dann gibt es da noch die, die Stabilität und Sicherheit suchen (etwas mehr als 20%) und andere, die nach Herausforderung und Vielfalt suchen.

Weiterlesen

Telefontermin mit CAVISIO – Planung leichtgemacht

Ich möchte Ihnen heute kurz ein neues Tool vorstellen, mit denen Sie noch einfacher als bislang Telefontermine mit unseren Beratern vereinbaren können.

Vor einigen Wochen habe ich auf einer längeren Autofahrt mal wieder eine Folge des Unternehmer.fm Podcasts von Christian Gursky angehört. An das genaue Thema der damaligen Folge kann ich mich gar nicht mehr erinnern, aber eine Tool-Empfehlung erschien mir damals sehr interessant. Christian erzählte in seinem Podcast, dass er immer wieder das Thema hat, dass sich seine Hörer spontan mit ihm zu einem kurzen Telefonat verabreden möchten, und dass es für ihn nicht möglich ist, die Anrufe immer direkt per Hotline zu bearbeiten. Er stellte ein Web-Tool vor, mit dem sich Hörer und Interessenten bei ihm ganz einfach einen Telefontermin im Kalender buchen können.

Bei uns läuft das ganz ähnlich: Entweder bekommen wir Anfragen über die Empfehlung von zufriedenen Kandidaten oder wir sprechen interessante Personen direkt über die sozialen Netzwerke wie XING, LinkedIn und Experteer an. Für ein erstes Kennenlernen vereinbaren wir immer ein Sondierungstelefonat. Da die meisten unserer Kandidaten berufstätig sind, gehen für die Vereinbarung dieses Termins dann oftmals 3-4 Mails hin und her, bis ein passender Termin für beide Seiten gefunden ist.

Direkt nach meiner Rückkehr ins Büro habe ich mir das Tool aus dem Podcast mal näher angesehen und war von youcanbook.me sofort überzeugt. Die Websoftware ist wirklich kinderleicht einzurichten und mit einem Cloud-Kalender eigener Wahl verbunden. Einmal auf „Publish“ geklickt und die Buchungsversion ist scharf und per URL im Internet auffindbar. Meinen Kalender findet Ihr übrigens unter: https://juergenbuehler.youcanbook.me.

Wir haben die Funktion jetzt seit Mitte Februar im Einsatz und sind begeistert. Immer wenn wir uns mit jemandem zum Telefonieren verabreden möchten, senden wir den Link und unser Gesprächspartner kann sich einen Termin aussuchen, der ihm oder ihr gut passt. Wer sich mit uns über seine Karriereplanung oder einen möglichen Jobwechsel unterhalten möchte, kann auch ganz einfach über unsere Beraterseite auf der Webseite einen Termin mit uns vereinbaren.

Der Clou kommt zum Schluss: Alle wesentlichen Features sind über die kostenfreie Freemium Version nutzbar.

Wahrscheinlich liegt es am Alter…!?

Ich habe keine Datenbankabfrage, keine statistische Erhebung gemacht. Diese Behauptung basiert ausschließlich auf meiner Wahrnehmung, aus vielen Gesprächen, aus langwierigen Jobsuchen: Ab einem bestimmten Alter schiebt man Absagen vor allem auf genau dieses. Aber warum? Wir wissen doch, 40 ist das neue 30, und 70 das neue… . Da wird es doch mit Mitte 50 kein Problem sein, einen neuen Job zu finden, oder?!

Kaum passende Stellen, wenige Einladungen, viele Absagen

Ein Punkt vorab: Ich weiß, (altersbedingte) Diskriminierung ist verboten. Es passiert dennoch – selten nachweisbar, offiziell versteckt hinter anderen, politisch korrekteren Gründen. 
Das Gefühl, in den besten Jahren und noch ein halbes Berufsleben vom Renteneintrittsalter entfernt, plötzlich nur Absagen zu kassieren, setzt unter immensen Druck. Schließlich haben die Wenigsten alles in trockenen Tüchern. Und häufig ist man aus der Übung, was das Sich-Bewerben betrifft – verlief die bisherige Laufbahn doch wie im Bilderbuch.
Recherchiert man geeignete Stellen, ist die Auswahl spärlich. Spätestens nach den ersten erfolglosen Bewerbungen wird im Internet nach Antworten gesucht:
Jobsuche 50+. Die schnellen Treffer der Suchmaschine, flüchtig überflogen, lehren einen das Fürchten.

Weiterlesen

Schluss mit dem Gender Gap

Bestimmen Sie Ihren Marktwert, verhandeln Sie gut und bitte: Kein Neid!

Realistische Gehaltsanalyse – nicht nur für Frauen!

Kürzlich haben wir mit Melanie Vogel, Initiatorin des Messe-Kongresses women&work,  eine Kooperation vereinbart. Wir freuen uns, dass sie in Zukunft hin und wieder als Gastautorin auf unserem Blog über zukunftsorientierte Weiterbildungskonzepte schreibt. Im Gegenzug freue ich mich, einen Artikel für ihre Blogparade zum Equal Pay Day beizusteuern.

„Der Equal Pay Day ist der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen; er macht auf den bestehenden Gender Wage Gap aufmerksam […]. Der Aktionstag in Deutschland markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Arbeitszeit.“ (Wikipedia)

Der durchschnittliche Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern soll aktuell bei rund 22 Prozent liegen – fast einem Viertel. Wahnsinn!

Echt jetzt? Werden Frauen pauschal benachteiligt?

Weiterlesen

Nur jeder vierte deutsche Arbeitnehmer erhält neben dem Gehalt Zusatzleistungen vom Arbeitgeber

In unserer Beratungspraxis werden wir von Kandidaten immer wieder nach Vergütungsmöglichkeiten befragt. Neben dem klassischen Gehalt kann ein Arbeitgeber auch Zusatzleistungen an seine Arbeitgeber geben. Diese sogenannten „Fringe Benefits“ haben häufig den Vorzug, dass Sie steuerbegünstigt sind. Der Fantasie sind wenig Grenzen gesetzt. Neben dem bekannten Dienstwagen zur privaten Nutzung, sind Firmenhandy und Notebooks, Essenszuschüsse, Jobtickets oder sogar kostenfreie Massagen im Büro möglich. Uns hat interessiert, welche Zusatzleistungen in der Praxis am Gebräuchlichsten sind und wie verbreitet beliebt die Vergabe dieser Goodies für Arbeitgeber überhaupt ist.

Wir sind auf eine Infografik von Statista gestoßen, die mehr als 11.000 Erwerbstätige zu dem Thema befragt haben. Die beliebtesten Zusatzleistungen sind Essenszuschüsse – vermutlich in der betriebsinternen Kantine. Traurig aber wahr ist, dass nur jeder vierte deutsche Arbeitgeber überhaupt in den Genuss von Zusatzleistungen kommt. Hier können die deutschen Firmen also noch mächtig aufholen.

Statistik: Erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber zum Gehalt noch andere Zusatzleistungen? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Recruiting Trends 2014 – Think before you Print und was Active Sourcing und Topfschlagen gemein haben

Vor Kurzem habe ich eine neue Studie zu den „Recruiting Trends 2014“ von den Pape Labs in die Finger bekommen. Die Firma Pape ist ein bekanntes Personalberatungsunternehmen aus München, das immer wieder mit interessanten Studien auf sich aufmerksam macht. Im Herbst 2013 sind sagenhafte 2.800 Personalentscheider zu ihrer Rekrutierungspraxis, Do‘s and Dont‘s, Erfolgen und Flops und ihrer Planung fürs kommende Jahr von der Firma Pape befragt worden.

Und weil sich der Jahreswechsel mit großen Schritten nähert, haben wir uns die Studie von Pape mal vorgenommen und die wesentlichen Punkte zusammengefasst.

Viele Jobs – wenig Bewerber

Die gute Nachricht für alle wechselfreudigen Professionals und nachrückenden Berufseinsteiger vorab: 2014 wird ein gutes Jahr für Stellensuchende. Fast alle befragen Unternehmen (91%) planen im kommenden Jahr stärker zu rekrutieren. Jedes siebte befragte Unternehmen plant sogar, mehr als 100 neue Mitarbeiter einzustellen.
Gut die Hälfte der Unternehmen gibt gleichzeitig an, dass sie mit großen bis sehr großen Schwierigkeiten bei der Personalsuche zu kämpfen haben. Wenig überraschend ist, dass insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen und Startups klagen, also die Firmen mit dem geringsten Bekanntheitsgrad. Die Großunternehmen hingegen sind noch in der komfortablen Lage, aus mehreren Kandidaten auswählen zu können. Aus dem Vollen schöpfen aber auch die Top-Arbeitgeber bei besonders gesuchten Fachkräften nicht mehr.

Fehlgriffe häufen sich

Eine interessante, aber höchst brisante Information ist, dass mehr als ein Drittel der befragten Personalentscheider einräumt, in den vergangenen 6 Monaten eine personelle Fehlentscheidung gefällt zu haben. Schuld waren in der Regel ein hoher Besetzungsdruck und der Mangel an wirklich passenden Kandidaten. Man sei hin und wieder zu Kompromissen gezwungen. Laut den Experten von Pape liegen die Kosten in solchen Fällen bei durchschnittlich 50.000 Euro – viel Geld, das mit einer besser reflektierten Personalauswahl und Beraterunterstützung gespart werden könnte.

Die moderne Form des Topfschlagens – Active Sourcing in Sozialen Netzwerken

topfhauen

gefunden bei: www.nichtlustig.de

Zwei Drittel der befragten Unternehmen nutzen mittlerweile die Sozialen Medien für die Ansprache von gesuchten Bewerbern, betreiben demnach „Active Sourcing“. Besonders aktiv sind hier die großen Konzerne, die dafür eigene Teams geschaffen haben. Im Mittelstand sind erst knapp 30% der Firmen auf diesem Weg auf der Suche nach Mitarbeitern. Laut Pape-Studie entsprechen die Ergebnisse derzeit noch nicht den hochgesteckten Erwartungen. Dies ist aber auch kein Wunder, nutzen doch viele Recruiter das Medium, um massenhaft Kandidaten Kandidaten anzusprechen, wie uns unsere Kandidaten immer wieder berichten. Nicht jeder Bewerber, der „JAVA“ im Lebenslauf stehen hat, möchte auch einen neuen Job als „JAVA-Softwareentwickler“ und es ist auch kein Geheimnis, dass die meisten Bewerber regional nach neuen Stellen suchen – Angebote aus anderen Metropolen, am besten noch mit 100% Reisebereitschaft in Deutschland, sind da für viele Kandidaten nur noch nervig. Active Sourcing hat demnach heute wirklich in vielen Fällen noch Ähnlichkeit mit dem beliebten Topfschlagen-Spiel bei Kindergeburtstagen, nur dass im virtuellen Raum niemand „heiss“ oder „kalt“ ruft. Wenn das mal keine Beule gibt. Wenig überraschend hingegen ist, dass die meisten Recruiter auf XING (87%) setzen. Überrascht hat mich da schon eher, dass mittlerweile fast drei Viertel der Recruiter (71%) aktiv LinkedIn nutzen. Bei Facebook ist knapp die Hälfte der Firmen aktiv – und dann auch eher mit Fanseiten zur Arbeitgeberwerbung.

Think before you Print

ThinkbeforeyouprintDen Spruch findet man heutzutage häufig in der Signatur von Firmen-E-Mails. Unternehmen scheinen dies auch bei der Bewerbersuche zu beherzigen, denn nur ein knappes Drittel der Befragten setzen Print-Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften noch häufig zur Mitarbeitersuche ein. In Zeiten von Internetstellenmärkten (84% der befragten Firmen schalten dort) mutet es ja auch anachronistisch an, in regionalen Zeitungen nach Jobs zu stöbern. Ich kenne kaum mehr jemanden, der das noch macht. Print wird demnach zunehmend in die Nische gedrängt. Gut für die Umwelt, weil das viel Altpapier spart.

Die Trends 2014

Zum Schluss wurden die Teilnehmer noch gefragt, welchen Themen sie im Hinblick auf das neue Jahr besonders großes Augenmerk beimessen. Zwei Trendmuster lassen sich erkennen.

„If you want a job done well, hire a Professional“, bemerkte Jean Reno in dem Krimi „Leon der Profi“. So sehen es auch gut 95% der Befragten in der Studie, denn nur 5% messen der Rekrutierung von Berufserfahrenen 2014 einen geringeren Stellenwert zu als heute.

Der zweite Trend kann mit dem Ausspruch „Auf sie mit Gebrüll“ beschrieben werden. Gut 90% der Firmen wollen die 3 Themen Active Sourcing, Social Media Recruiting und Employer Branding weiter ausbauen oder zumindest gleich stark weiter betreiben. Erst knapp 50% der Befragten sieht sich in den Themenfeldern gut der sehr gut aufgestellt. Bleibt zu hoffen, dass die Arbeitgeber hier mit Herz und Verstand und nicht nur mit der Schrotbüchse zu Werke gehen, sonst steht zu befürchten, dass gesuchte Professionals im großen Stil ihre Profile bei XING & Co. genervt aufgeben.

Wer sich für die Pape Studie und den Gesamtbericht interessiert, kann sich den kurzweiligen und lesenswerten 31-seitigen Ergebnisbericht kostenfrei auf der Internetseite der Personalberatung bestellen.

„Heilig’s Blechle“ – Firmenwagentrends 2013

Kürzlich bin ich auf den Firmenwagenmonitor Deutschland 2013 von Compensation-Online gestoßen. Da ich selber Autofreak bin und der Firmenwagen nach Aussage der Vergütungsexperten nach wie vor die beliebteste Zusatzleistung zum Gehalt ist, habe ich mir die Analyse für die Leser vom Gehälterblog vorgenommen. Die Verfasser der Analyse haben mehr als 32.000 Arbeitsverhältnisse aus der Gehaltsdatenbank von PersonalMarkt ausgewertet und ermittelt, wer in Deutschland welche Firmenwägen in welcher Preisbandbreite fahren darf – spannend!

Dienstwagenstudie

Mercedes Benz stellt einen Anteil von rund 9% der deutschen Firmenwagen

Starten wir mit dem „wer“: Kaum überraschend sind Firmenwagen insbesondere in der Führungsetage angesagt. Jede zweite Führungskraft bekommt von ihrem Arbeitgeber einen Dienstwagen gestellt. Bei den Geschäftsführern dürfen knapp 70 Prozent auf Kosten der Firma Auto fahren, dicht gefolgt von den Vertrieblern und den Niederlassungsleitern. Bei den Vertriebsleitern kommen sogar drei Viertel in den Genuss eines Dienstwagens. Das Nachsehen haben Personaler (40,8%) und Produktionsleiter (35%). Geringer sind die Dienstwagenquoten bei Fachkräften und Spezialisten. Knapp ein Viertel der Vertriebsfachkräfte ohne Führungsfunktion darf sich auf einen Dienstwagen freuen, gefolgt von den Technikern (14%) und IT’lern (11,3%). Danach sieht es düster aus. Die rote Laterne tragen Referenten und Sachbearbeiter aus den Bereichen Finanzen (3,8%) und Steuern (3,2%). Bei den Fachkräften scheint der Dienstwagen für die Unternehmen häufig auch nützliches Extra zu sein. Wer beruflich viel unterwegs ist, erhält einen Wagen, der Rest eben nicht.

In der Analyse wurden auch die Gehälter (Total Cash) mit der Dienstwagenverbreitung und den Bruttolistenpreisen gegenübergestellt. Es verwundert nicht, dass die Größe bzw. der Preis des Wagens an das Bruttogehalt gekoppelt ist. Führungskräfte, die mehr als 200.000 Euro im Jahr verdienen, dürfen sich auf einen Dienstwagen zum Durchschnittspreis von etwa 65.000 Euro freuen. Wer mit einem Durchschnittseinkommen von unter 30.000 Euro „gesegnet“ ist, darf sich auf ein Fahrzeug mit einem Durchschnittspreis von 21.000 Euro einstellen. In dieser Gehaltsklasse sind laut Analyse aber auch nur rund 2% der Angestellten Dienstwagenfahrer. Statistisch relevanter ist sicher die Gehaltsbandbreite von 50.000 bis 90.000 Euro, in der sich die meisten Dienstwagenfahrer aufhalten dürften. Hier werden durchschnittlich 35.000 – 40.000 Euro vom Arbeitgeber für einen Dienstwagen locker gemacht. Interessant ist, dass die Preise der Dienstwagen für Führungskräfte einigermaßen unabhängig von der Firmengröße sind. Sieht man von den Kleinstunternehmen (1-5 MA) und den Firmen mit mehr als 20.000 MA ab, liegt der durchschnittliche Bruttolistenpreis bei sämtlichen Firmen um 47.000 Euro. Die meisten Firmen scheinen Wert darauf zu legen, dass ihre Führungskräfte standesgemäß motorisiert sind. Wer noch nicht in den Führungszirkel aufgestiegen ist, muss sich mit weniger bescheiden. Hier liegt der Durchschnitsspreis bei rund 33.000 Euro. Bei den Fachkräften geht auch beim Fahrzeugpreis die Schere zwischen kleineren und Großunternehmen auf.

Die Leute von Compensation-Online haben auch die Branchen ausgewertet. Besonders hoch ist der Anteil der Firmenwagenfahrer in den Branchen Bau (31,1%), Pharma und IT-Systemhäusern (beide 28,2%) sowie Konsum- und Gebrauchsgütern (25,6%). Düster sieht es für Angestellte in den Branchen Soziale Einrichtungen (3,9%), Bildung (3%), Öffentliche Verwaltung (2,5%) und Forschung (2,0%) aus. Vater Staat scheint nicht so viel vom Incentive Firmenwagen zu halten. Über alle Branchen gesehen kommt etwa jeder achte Beschäftigte (13,6%) in den Genuss eines Firmenwagens.

Dienstwagenstudie

Man fährt deutsch. Exotische Marken sind bei Dienstwagen tabu. Eigentlich schade!

Welche Firmenwagen fahren die Deutschen am häufigsten – Mercedes, BMW, Porsche? Weit gefehlt: Volkswagen stellt mit 28% den größten Marktanteil. Hier ist der Name Programm auch bei den Fach- und Führungskräften. Danach kommen Audi (21%), BMW (13%) und Mercedes (9%). Das Motto der deutschen Fuhrparkmanager lautet: „Man fährt deutsch“. Zählt man die Marken Opel und Ford dazu, stellen die deutschen Hersteller 82% der Firmenwägen. Des deutschen Mannes Lieblingsfahrzeug, der Porsche, kommt übrigens nur auf 2,4 Promille bei den Firmenwagenzulassungen. Woran das wohl liegt? 😉 Vielleicht am Preis, denn der durchschnittliche Porschefirmenwagen kommt dann doch auf rund 98.000 Euro Bruttolistenpreis. Die Eigner dieser rollenden Statussymbole verdienen im Durchschnitt 2,8 mal so viel (275.726 €) – pro Jahr versteht sich. Das erklärt dann auch die geringe Durchdringung von Porsche im Firmenwagengeschäft. Firmenwagenfahrer der Marken Mercedes, BMW und Audi verdienen im Schnitt zwischen 98.000 Euro (Audi) und 108.000 Euro (BMW). Deren Fahrzeuge dürfen dann durchschnittlich zwischen 46.000 und 48.000 Euro kosten. Der Volkswagen-Fahrer, der ja auch bei den Firmenwagen mit 28% den Maßstab darstellt, verdient laut Analyse durchschnittlich 64.500 Euro p.a. und sein Fahrzeug darf im Schnitt 33.000 Euro kosten.

Kommen wir zum Abschluss zu den Möglichkeiten der Bediensteten der einzelnen Fachbereiche. In der Analyse wurde auch betrachtet, wie die Bruttolistenpreise im Schnitt in den jeweiligen Fachbereichen variieren. Kommen wir zur Hitliste – in welchen Fachbereichen dürfen sich die Dienstwagenfahrer die teuersten Fahrzeuge wählen (Durchschnitte):

  1. Finanzen => 42.634 Euro
  2. Marketing => 40.772 Euro
  3. IT-Bereich => 38.521 Euro
  4. Einkauf => 37.697 Euro
  5. Vertrieb => 37.592 Euro
  6. Personal => 34.946 Euro
  7. Technik => 34.566 Euro
  8. Produktion => 33.483

Wer jetzt überrascht ist, dass der Vertrieb nur auf Platz 5 gelandet ist, mag sich vergegenwärtigen, dass hier der Anteil der Fachkräfte an den Dienstwagenfahrern auch am höchsten ist, während in den anderen Funktionsbereichen fast nur Führungskräfte in den Genuss eines Dienstfahrzeugs kommen – und der Preis des Wagens korrespondiert ja ebenfalls mit dem Bruttogehalt des Fahrers.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Es spielt keine große Rolle, in welchem Bundesland man beschäftigt ist. In allen Ländern liegt der Anteil der Dienstwagenfahrer über sämtliche Beschäftigten bei 10-15 %. 🙂

JAVA-Jobs Markt-Kurzreport

Wir bei CAVISIO nutzen seit einigen Monaten ein gutes Tool, um für unsere Kandidaten nach passenden Stellenangeboten und beruflichen Chancen im Netz zu fischen. Als spezialisierte Beratung für IT-Professionals haben wir natürlich auch viele Recherchen im Umfeld Software-Engineering vor der Brust. Da wollte ich Euch mal eine kurze Marktanalyse eines relevanten Teilmarkts – dem JAVA-Segment erstellen. Den Jungs von ICJobs an dieser Stelle herzlichen Dank für die coole Analysefunktion.Markt

Die meisten Unternehmen geben ihren Stellen unterschiedlichste Bezeichnungen: Software-Ingenieur, Software-Architekt, Programmierer, Web-Entwickler, J2EE-Entwickler, … – in vielen Fällen verbirgt sich Software-Entwicklung dahinter. Die Anforderungen an Erfahrung und Methodenkenntnis sind natürlich höchst verschieden. Für meine Kurzanalyse habe ich einfach nach Anzeigen gesucht, in denen die drei Stichwörter: JAVA, Entwicklung und Software enthalten sind. Und ICJobs hat mir eine schöne „Auswahl“ von 14.332 Stellenangeboten ausgeworfen. Dazu kommen nochmal rund 8.500 Stellenangebote, die über Personaldienstleister ausgeschrieben wurden. Wow: Knapp 23.000 Jobs für Java-Entwickler im Juli 2013. IT-Spezialisten mit dem Skill haben wahrlich die Qual der Wahl – aber nur wenn sie auch mobil sind.

In der folgenden Karte kann man gut erkennen, dass sich die 23.000 Jobs recht „ungerecht“ auf die verschiedenen Regionen verteilen.

Java-Entwickler-Juli2013_1

Die meisten Jobs für Java-Entwickler finden sich auf der Achse München-Nürnberg, im Raum Stuttgart und Karlsruhe, im Rhein-Main-Gebiet, Hamburg, Köln, Berlin und im Raum Leipzig. In anderen Regionen schrumpft das Angebot schon merklich, was wechselfreudige Software-Entwickler vor die Qual der Wahl stellt: Pendeln oder zu Lasten der thematischen Wunschposition Abstriche bei Branche oder Firma machen. Finanzielle Auswirkungen dürfte diese Stellenverteilung auch mit sich bringen, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Wo viele Java-Spezialisten gesucht werden, dürften auch die Gehälter höher sein als anderswo. Ein belebter Arbeitsmarkt bringt auch Sicherheit. Schließlich ist niemand huntert prozentig gegen eine Kündigung gefeit. Gut, wenn dann in der Region ausreichend Alternativen geboten sind.

Ich habe mir bei ICJobs auch mal das Angebot an Stellen für Java-Entwickler im Zeitverlauf angeschaut. Die Software hat da eine coole Funktion. Die Ergebnisse für die Jahre 2012 und 2013 findet Ihr unten in der Graphik.

Java-Entwickler-Juli2013_2

Man kann schön erkennen, dass die Stellenangebote für Java-Entwickler von Beginn des Jahres 2012 von rund 14.000 Angeboten auf knapp über 18.000 Angebote gestiegen sind. Bis April 2013 setzte sich der Trend erfreulich auf mehr als 20.000 Stellenangebote fort. Dann erfolgte aber Ende April ’13 ein scharfer Einbruch auf knapp unter 18.000 Java-Jobs. Iden letzten 3 Monaten hat sich das Stellenangebot wieder stabilisiert und liegt auf dem Niveau der Werte im zweiten Halbjahr 2012. Mal sehen wo in der zweiten Jahreshälfte 2013 die Reise hingeht.

Trotzdem sind 18.000 Stellenangebote immer noch eine irre Zahl an Angeboten und gerade die flexiblen, mobilen Bewerber werden von der Masse schier erschlagen. Wer genau die richtige Wahl treffen möchte, muss sich viele Angebote anschauen und bei vielen Arbeitgebern nachfragen. Denn nur so kann er 100% sicher Produkte-Entwickler von Systemhäusern, regional aufgestellte IT-Berater von „Reiseweltmeistern“ oder auch professionelle Technologieberatungen von reinen Projekt-Dienstleistern, Leih-Agenturen und Body-Leasing-Firmen unterscheiden. Oder er sucht sich einen kompetenten Sparringspartner wie CAVISIO, der ihm bei der Vorauswahl und beim Filtern der Angebote hilfreich zur Seite steht.

Bis bald Euer Jürgen