Saturday Night Fever werktags im Büro gefällig?

Saturday Night Fever werktags im Büro gefällig?

Gerade erschien im Manager-Magazin ein Beitrag über eine BCG-Studie, die erläutert, wie man hochqualifizierte Fachkräfte – hier der Generation der Millenials – für vakante Stellen gewinnt. Juhu, dachte ich mir, endlich mal wieder neue Erkenntnisse über die berühmte Generation Y 😉

Kickerspaß im Büro – Bildquelle: Finanzcheck.de

Vier unterschiedliche Bewerber-Bedürfnisse werden charakterisiert: Eine recht große Gruppe, immerhin ca. 30% streben nach Ansehen und Status. Fast genauso viele legen Wert auf den Sinn im Beruf. Dann gibt es da noch die, die Stabilität und Sicherheit suchen (etwas mehr als 20%) und andere, die nach Herausforderung und Vielfalt suchen.

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„Der Abteilungsleiter ist nicht wichtig!“

… und die Interessen und Fragen von Bewerbern auch nicht.

Mann, habe ich hier viele unwichtige Stellen zu besetzen.

Eine meiner Kandidatinnen sucht eine neue Aufgabe. In der passenden Region ist eine Stelle ausgeschrieben, für die sie sehr geeignete Erfahrungen mitbringt.

Was sie und mich überrascht: Die Stellenausschreibung ist seit mehr als 7 Monaten online. Meine Kandidatin ist skeptisch, ob sie sich bewerben soll. Ich will für sie herausfinden, was der Knackpunkt ist.

Immerhin handelt es sich nicht um eine Position, die möglicherweise immer wieder zu besetzen ist, so wie z.B. die Einstiegspositionen in die IT-Beratung, die sich ja alle irgendwie gleich lesen und wo Monat für Monat Absolventen eingestellt werden können. Klar, da kann man eine generische Stellenbeschreibung online lassen. Hier wird jemand gesucht, der eine Abteilung leitet, mehrere Teams, fast 40 Mitarbeiter.

Zuerst tippe ich auf ein sehr komplexes Anforderungsprofil, sehr spezifische Kenntnisse, evtl. sehr wählerische Vorgesetzte. Eben ein paar Besonderheiten, die es der Firma schwer machen, die Stelle zu besetzen.

Die ausgeschriebene Abteilungsleiter-Stelle ist nicht wichtig?!?

Die Begründung, die mir der etwas müde wirkende Personaler liefert? Die Stelle sei nicht wichtig. Man habe ein bisschen umstrukturiert, die Kollegen machten die Arbeit mit. Die Stelle bleibe online, falls sich der perfekte Abteilungsleiter bewirbt.

Zuerst denke ich, dass dieses „nicht wichtig“ meint, dass die Stelle nicht so brisant sei, als dass man einen Personalvermittler beauftragen wolle. Ich stelle klar: Meine Kandidatin möchte wissen, warum die Stelle noch vakant ist, sie überlege, sich zu bewerben. Die Antwort bleibt die gleiche: Die Besetzung der Stelle habe keine Priorität. Was meine Kandidatin so könne? Die Frage kommt nicht.

So geht man nicht mit Bewerbern um

Finde nur ich das merkwürdig? Nein! Per se werden Kandidaten stutzig, wenn ein attraktiver Führungsposten mehr als ein halbes Jahr ausgeschrieben ist. Ähnlich, wie bei einem Kandidaten, der sehr lange nach dem nächsten Job sucht. Das Ergebnis: Je länger die Stelle nicht besetzt ist, desto schwieriger wird es, Bewerbungen zu erhalten.

Andere Firmen „vertuschen“ solche langen Suchen, indem sie das Veröffentlichungsdatum regelmäßig aktualisieren. Und wenn ich mit ihnen spreche, erzählen Sie mir, wie schwierig es sei, den Richtigen zu finden. Oder, dass alle bisherigen Kandidaten zu teuer waren. Und so weiter! Das sind nachvollziehbare Gründe.

Wenn ein Unternehmen, dessen Kernkompetenz übrigens im Bereich der Informationstechnologie liegt, die Besetzung einer IT-Abteilungsleitung nicht wichtig nimmt, ist es doch, als spare sich ein Restaurant den Koch, oder nicht? Und welche Information, hofft der Personaler, gebe ich nun meiner Kandidatin?

Grundsätzlich bin ich zu lange in der Karriereberatung tätig, als dass ich die Bedeutung von Arbeitgeber-Bewertungsportalen zu hoch hänge. Aber in diesem Falle habe ich doch einen Blick riskiert: Es gibt genau 2 Bewertungen, eine von einem Mitarbeiter (der findet alles bestens), eine von einem Bewerber, 2016, der nie ein Feedback bekommen hat. Wahrscheinlich ein Abteilungsleiter, der ist ja nicht wichtig.

Ich kapier’s nicht: Hatten Sie nicht Ja gesagt? Und wieso tauchen Sie jetzt ab?

Sitzen gelassen, verwundert…

2face - gefunden bei dc.wikia.com

Lieber Two Face! Ich muss Ihnen noch einmal schreiben! Zunächst hoffe ich aber, dass Sie Ihren neuen Spitznamen mögen.

Two Face, ich verstehe, dass die Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber weitreichend ist. Ich kenne das Gefühl: Manchmal ist man hin- und hergerissen. Aber musste es so zu Ende gehen?

Wie alles anfing

Alles hatte so schön begonnen. Ich hatte Sie in einem sozialen Netzwerk kennen gelernt. Nach einigen E-Mails verabredeten wir uns zum Telefonieren. Ich spürte Übereinstimmung: Sie suchten eine neue Aufgabe, ich konnte ein tolles Unternehmen empfehlen, das Ihren Wunschvorstellungen zu entsprechen schien.

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Entscheidungsspielraum?

Bild gefunden bei http://kwaik.de

Bild gefunden bei http://kwaik.de

Zum Wochenende noch was zum Schmunzeln. Der nette Chef mit der Brille hat wohl in seinem Excel-Budget nachgeschlagen und kein Geld mehr gefunden. So kann’s auch laufen 🙁

Macht’s gut und ein schönes Wochenende wünscht Euch Jürgen vom Gehälterblog